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Grundsteuer

Berechnung der Grundsteuer

 


Die Berechnung der Grundsteuer erfolgt in einem dreistufigen Verfahren : 1. Das Finanzamt Augsburg-Land ermitteln den Einheitswert. Er legt auf der Grundlage der zum 01.01.1964 bestehenden Wertverhältnisse den Wert des Grundbesitzes (Grund und Boden und Gebäude) fest. Diese Berechnung wird mit dem Erlass des Einheitswertbescheides abgeschlossen.
2· Auf der Grundlage des Einheitswertes ermittelt das Finanzamt den Grundsteuermessbetrag. Diese Berechnung endet mit dem Erlass eines Grundsteuermessbescheides.
3· Auf der Basis des Grundsteuermessbetrages setzt die Gemeinde die Grundsteuer fest. Die Formel hierfür lautet: Grundsteuer = Steuermessbetrag x Hebesatz (z.Z. in Gablingen 310 von Hundert).

 

Beispiel:

Messbetrag: 38,00 € x 310 v.H. = Grundsteuer 117,80€

 

 

Verkauf / Kauf / Eigentumsübergang

 


Die Grundsteuer ist eine Jahressteuer, die sich ausschließlich nach den Verhältnissen zu Beginn des Kalenderjahres richtet. Eine während des Kalenderjahres eingetretene Änderung in den Eigentumsverhältnissen, wie sie z.B. durch den Verkauf eines Grundstückes eintritt, kann daher erst ab dem Beginn des nächsten Kalenderjahres berücksichtigt werden. Dabei ist zu beachten, dass für die steuerrechtliche Zurechnung eines Objektes entscheidend ist, wer am 1. Januar des jeweiligen Jahres wirtschaftlicher Eigentümer (Übergang von Nutzen und Lasten) und nicht, wer bürgerlich-rechtlicher Eigentümer (Grundbucheintrag) ist.
Der bisherige Eigentümer hat daher noch die gesamte Grundsteuer für das Jahr zu entrichten, in dem der Eigentumswechsel stattgefunden hat. Die Grundsteuer, die der bisherige Eigentümer nach der Veräußerung an die Gemeinde Gablingen zu leisten hat, kann er - sofern eine entspr. privatrechtliche Vereinbarung besteht - vom Erwerber fordern.
Grundsteuerbescheide für den Erwerber bzw. für den Veräußerer kann die Gemeinde Gablingen erst dann erlassen, wenn das Finanzamt Augsburg-Land, Bewertungsstelle, Sieglindenstr. 19, 86152 Augsburg, den Eigentumswechsel durch Erlass eines geänderten Einheitswert- und Grundsteuermessbescheides entsprechend umgesetzt hat.
Die bescheidmäßige Abwicklung ist nicht immer - insbesondere nicht bei Veräußerungsfällen, die zum Ende eines Jahres stattfinden - bis zum Stichtag 1. Januar, bzw. bis zu den Grundsteuerfälligkeiten im nächsten Jahr (z.B. 15. Februar) möglich.
Die Steuer ist dann mit Wirkung 1. Januar zu dem im Steuerbescheid genannten Fälligkeitszeitpunkt nachzuentrichten.


Fälligkeit

 


Die Grundsteuer wird grundsätzlich zu je einem Viertel ihres Jahresbetrages am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November eines Jahres fällig.
Auf Antrag kann die Grundsteuer auch in einem Jahresbetrag am 1. Juli eines Jahres entrichtet werden.


Festsetzung

 
Die Grundsteuer wird mit Grundsteuerbescheid für das Kalenderjahr festgesetzt. Für Folgejahre, für die Grundsteuer in der gleichen Höhe wie im Vorjahr zu entrichten ist, erfolgt die Festsetzung nicht durch Grundsteuerbescheid sondern durch öffentliche Bekanntmachung im Gemeindeanzeiger und auf der Homepage der Gemeinde http://www.gablingen.de.